MUSA Test-Kits für Gefahrstoffe in Sammlungen

Mit den MUSA Test-Kits prüfen Museen, Archive, Bibliotheken, Depots und restauratorische Fachstellen, ob staubgebundene Gefahrstoffe auf Oberflächen oder in der Raumluft nachweisbar sind.

Die Probenahme erfolgt vor Ort mit klarer Anleitung und ohne Spezialgeräte. Anschließend werden die Proben im Labor analysiert und die Ergebnisse im MUSA-Dashboard verständlich aufbereitet. So erhalten Sammlungsverantwortliche, Restaurierung und Arbeitsschutz eine belastbare Grundlage für Gefährdungsbeurteilung, Monitoring und Maßnahmenplanung.

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Was ist im Kit?

Die MUSA Test-Kits verbinden zwei Probenarten: Wischproben für Oberflächen und Staubfallen für die Raumluft. Dadurch lassen sich Belastungen in Sammlung, Depot, Werkstatt oder Ausstellungsbereich systematisch erfassen. Das Kit unterstützt Sie dabei: - Verdachtsbereiche strukturiert zu prüfen - Oberflächenkontaminationen messbar zu machen - partikelgebundene Gefahrstoffe in der Luft zu erfassen - Ergebnisse im Dashboard zu vergleichen - Arbeitsschutzmaßnahmen nachvollziehbar zu planen und zu dokumentieren
Analytik und Auswertung

Quantitative Analyse von Organochlor-Biozide, Toxische Metalle, Polychlorierte Biphenyle und Naphthalin

Sobald Ihre Proben im Labor eingetroffen sind, werden sie standardisiert ausgewertet und die Zielstoffe zuverlässig quantifiziert. Die Analyse erfolgt mit modernen Messtechniken (GC‑MS/MS bzw. ICP‑MS/MS).

Nach dem Probeneingang werden die Proben standardisiert im Labor ausgewertet. MUSA untersucht relevante toxische Metalle, polychlorierte Biphenyle und Organochlor-Biozide, darunter Stoffe wie Arsen, Quecksilber, Blei, Lindan, DDT, PCP, PCB 28 und PCB 118, und Naphthalin.

Die Messergebnisse werden auf die jeweilige Probenart bezogen, zum Beispiel auf Fläche oder Auslegedauer. Im MUSA-Dashboard werden sie so dargestellt, dass Fachstellen, Restaurierung, Sammlung und Arbeitsschutz Belastungen vergleichen, priorisieren und geeignete nächste Schritte ableiten können.

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Analyseparameter

MUSA konzentriert sich auf die Gefahrstoffe, die besonders relevant sind:

Toxische Metalle:

  • Arsen
  • Quecksilber
  • Blei
  • Cadmium
  • Chrom
  • Nickel
  • Kupfer
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Organochlor‑Biozide:

  • Lindan (γ‑HCH mit α‑/β‑Isomeren)
  • Hexachlorbenzol (HCB)
  • DDT + Abbauprodukte (DDTx)
  • Pentachlorophenol (PCP)​
  • γ‑Pentachlorcyclohexan (γ‑PCH)
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Polychlorierte Biphenyle & Naphthalin

  • PCB 28
  • PCB 52
  • PCB 101
  • PCB 118
  • PCB 138
  • PCB 153
  • PCB 180
  • Naphthalin Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
Nachweisgrenzen

Die Nachweisgrenze, kurz LOD (limit of detection), beschreibt die kleinste Menge eines Stoffes, die mit dem jeweiligen Verfahren zuverlässig erfasst werden kann. Je niedriger der Wert, desto empfindlicher ist die Analyse.

Für Fachstellen und Arbeitsschutz ist diese Angabe wichtig, weil sie die Messergebnisse besser einordnen und dokumentieren müssen. Die konkreten LOD-Werte sollten weiterhin tabellarisch dargestellt werden, getrennt nach Wischproben und Staubfallen.

Toxische Metalle

LOD

Limit Of Detection

Staubfallen

ng / 30 Tage

Wischproben

ng / 600 cm²

Cr0,0050,00025
Ni0,010,00050
Cu0,0090,00045
As0,0020,00010
Cd0,0020,00010
Hg0,0020,00010
Pb0,0070,0035

Einsendehinweise

Probenversand und Einreichung der Testkits

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Eckdaten ins MUSA-Dashboard eintragen

Übertragen Sie die relevanten Angaben aus dem Probenlaufzettel in das MUSA-Dashboard, zum Beispiel Probenort, Probenart und Kontext der Messung.

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Proben in 
Versandbox verpacken

Legen Sie die verschlossenen Proben in die mitgelieferte Versandbox und verwenden Sie das beiliegende Adressetikett.

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Paket versenden

Versenden Sie das Paket möglichst zeitnah nach der Probenahme, idealerweise mit Sendungsverfolgung.

Für Fachstellen und Dokumentation

Diese Informationen ergänzen die Anleitung im Test-Kit und richten sich an Personen, die Probenahme, Dokumentation oder Arbeitsschutzmaßnahmen fachlich begleiten.

Geeignet für:

  • Restaurierung und Konservierung

  • Sammlungs- und Depotverantwortliche

  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit

  • Betriebsärztliche oder arbeitsmedizinische Beratung

  • externe Fachstellen, Labore und Projektpartner

Individuelle Anforderungen

"Größere Projekte oder besondere Anforderungen?“ Für umfangreiche Sammlungsbereiche, höhere Probenzahlen, Rahmenverträge, Express-Optionen oder spezielle Auswertungsanforderungen können Sie ein individuelles Angebot anfragen.

MUSA unterstützt Museen, Archive, Bibliotheken, Depots, Restaurierungsprojekte und Fachstellen dabei, Gefahrstoffbelastungen systematisch zu erfassen und die Ergebnisse nachvollziehbar für Arbeitsschutz, Dokumentation und Maßnahmenplanung zu nutzen.

Für höhere Stückzahlen, Express‑Optionen, Rahmenverträge und spezielle Auswertungen: 
INDIVIDUELLES ANGEBOT ANFRAGEN

Antwort in der Regel innerhalb von 1-2 Werktagen – ANFRAGE STARTEN

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zu den MUSA Test-Kits – Schnelle Antworten auf wichtige Fragen